GLP-1 Therapie bei Typ 2 Diabetes:

Mit Leichtigkeit zum Erfolg

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GLP-1 (Glucagon-like peptide 1) spielt eine wichtige Rolle im Blutzuckerstoffwechsel: Das natürliche Inkretin (Hormon) trägt unter anderem dazu bei, einen normalen Blutzuckerspiegel aufrecht zu erhalten. [1] Zudem hat es viele weitere Funktionen im Körper. [2] Bei Menschen mit Typ 2 Diabetes sind unterschiedliche Funktionen im Körper beeinträchtigt. Dazu gehören auch der Blutzuckerstoffwechsel sowie weitere Funktionen, die von GLP-1 beeinflusst werden.

Auf dieser Seite finden Sie Informationen über die Wirkung von natürlichem GLP-1. Außerdem erfahren Sie, wie eine Therapie mit GLP-1 Analoga das Leben Ihrer Patienten mit Typ 2 Diabetes etwas leichter machen kann.

GLP-1 bindet an GLP-1 Rezeptoren, die sich in verschiedenen Organsystemen des Körpers befinden. [3] Dort haben sie unterschiedliche Funktionen und Wirkungen:

  • Pankreas: Stimuliert die Insulinsekretion und inhibiert die Glucagonproduktion [1,2]
  • Magen: Verzögert die Magenentleerung [4]
  • Gehirn: Unterdrückt den Appetit [5,6] und führt somit zu verringerter Nahrungsaufnahme [6,7] und Gewichtsabnahme [6,8]. Dies verbessert die Insulinsensitivität, was zu einer verbesserten peripheren Glucoseaufnahme führt [9]
  • Leber (indirekte Wirkung*): Inhibiert die Glucagonsekretion des Pankreas [3], bewirkt verminderte hepatische Glucoseproduktion [3]
  • Niere: Erhöht die Natriurese [10]



* Expression von GLP-1 Rezeptoren in diesem Gewebe nicht eindeutig bestimmt oder biologische Funktion nicht abschließend geklärt
 

Menschen mit Typ 2 Diabetes haben ein unzureichendes Ansprechen auf GLP-1, wenn der Blutzuckerspiegel steigt. [11] Das trägt unter anderem zu einer ungenügenden Insulinsekretion bei. [3,11-13] Da natürliches GLP-1 mit verschiedenen Geweben und Organsystemen assoziiert ist, gibt es einen Zusammenhang mit metabolischen Defekten bei Typ 2 Diabetes. [3,14,15]

Eine fehlende Aktivität der GLP-1 Rezeptoren kann bereits vor der Diagnose von Typ 2 bestehen [16]:

  • Insulinresistenz entwickelt sich im frühen Stadium von Typ 2 Diabetes [16]
  • Beta-Zellen versuchen, ihre Funktion aufrechtzuerhalten, können aber letztlich nicht die Insulinresistenz kompensieren.
    Folge: Ein erhöhter Blutzuckerspiegel [16]
  • Zur gleichen Zeit nimmt die Inkretinwirkung (einschließlich der Aktivität der GLP-1 Rezeptoren) ab. Das trägt dazu bei, dass die Beta-Zellen nicht mehr in der Lage sind, Insulin in normaler Menge auszuschütten. [3,13,14]
  • Neben anderen Dingen führt eine unzureichende GLP-1 Aktivität zu einer reduzierten Insulinsekretion und einer beeinträchtigten Glucagonsupression [3]

  • Bei Prädiabetes-Beginn:
    40 % Verlust der Beta-Zellmasse [18]
  • Bei der Diagnose von Typ 2 Diabetes:
    60 % Verlust der Beta-Zellmasse [18] und 80 % Rückgang der Beta-Zellfunktion [14]
     

GLP-1 Analoga imitieren die natürliche Wirkweise von GLP-1 und bieten somit einen multifaktoriellen Wirkansatz.

So unterstützen Sie Ihre Patienten mehrfach: Die Therapie mit GLP-1 Analoga kann bei Menschen mit Typ 2 Diabetes den Blutzuckerspiegel und den systolischen Blutdruck senken sowie zu einer Gewichtsreduktion führen. [3,9,19,20]

Ein weiterer Vorteil für Betroffene ist die glucoseabhängige Wirkung der GLP-1 Analoga, da bei niedrigem Blutzuckerspiegel kein Insulin freigesetzt wird und auch die Glucagonsekretion nicht gehemmt wird. Dadurch kann das Risiko einer Hypoglykämie gesenkt werden. [19,20]
 

Auf der folgenden Grafik sehen Sie einen exemplarischen Vergleich zur Therapie mit DPP-IV Inhibitoren (DPP-IVi) und humanem GLP-1 Analogon.

SGLT-2i reduzieren durch Inhibition des Natrium-Glucose-Contransporter-2 die Glucoserückresorption und erhöhen somit die Glucoseausscheidung über den Harn.

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